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Schnipo in Olten
Treffen von Vertretern politisch aktiver FOSS-Organisationen

Am 15. April 2004 fand in Olten ein Treffen von Vertretern verschiedener Schweizer Organisationen aus dem Umfeld Freier und Open-Source Software statt. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie ihre Tätigkeiten auf diesem Gebiet nicht nur technisch verstehen, sondern auch den politischen Aspekt des Einsatzes und der Entwicklung von Freier Software in ihrer Arbeit stark gewichten. Eingeladen hatte Sascha Brawer von Wilhelm Tux, und über ein Dutzend interessierter Vertreter war der Einladung zur Diskussion über eine verstärkte Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen gefolgt.
Foto der Tischreservation
Zusammenfassung der Ergebnisse
Sascha Brawer hat die Ergebnisse der Diskussion in einem Protokoll zusammengefasst:

"Schnipo"-Treffen Bahnhofbuffet Olten, 15. April 2004, 19 bis 22 Uhr.

Anwesend:
[1] nicht offiziell anwesend, aber inoffiziell repräsentiert durch Marc Schaefer
1. Gegenseitiges Vorstellen
2. Allgemeine Diskussion: Sind wir zu verzettelt?
Wäre es sinnvoll, verstärkt zusammenzuarbeiten? Oder ist es gar kein Problem, wenn in der Schweiz so viele unterschiedliche Gruppen existieren und gleichzeitig mehr oder weniger aktiv sind?

Argumente für eine verstärkte Zusammenarbeit:
  • Synergien nutzen, sich vernetzen
  • Etablieren einer "Marke", wodurch das politische Engagement wirkungsvoller sein könnte
  • einheitlicher Ansprechpartner für Leute ausserhalb der Szene (insbesondere Medien und Politik)
  • zentralisierter Informationsfluss (Veranstaltungen, Diskussionen).

Argumente für den Status quo:
  • die gemeinsame Basis der Vereine ist zu klein, sie sind auf zu unterschiedlichen Gebieten aktiv
  • Reibungsverluste: Wir müssten mit viel Aufwand über gemeinsame Haltungen diskutieren
  • es ist nicht klar, was der Nutzen wäre
  • viele kleine Gruppen werden eventuell mehr wahrgenommen als eine mittelgrosse
  • der organisatorische Aufwand wäre zu gross.

Unbestritten ist, dass auch bei einem verstärkten Zusammengehen ungefähr dieselben Leute wie heute in den Einzelgruppen/-grüppchen aktiv wären. Das Problem der Einzelgruppen, nämlich dass zuwenig Leute aktiv sind, würde vermutlich unverändert bleiben. Fazit: Solange die Zusammenarbeit informell ist (Mailingliste, Wiki, Webring, etc.) spricht nichts gegen eine Zusammenarbeit. Ein eigentlicher Dachverband wird aber nicht als sinnvoll erachtet.
3. FSF Schweiz
Hingegen wären praktisch alle Anwesenden interessiert, sich füreine Schweizer Sektion der Free Software Foundation Europe einzusetzen. Die FSF besitzt eine etablierte "Marke". Zudem wäre den Leuten innerhalb der Szene die Ausrichtung eines solchen Vereins unmittelbar klar, es gäbe also keine langwierigen Richtungsdiskussionen.

Dietrich Feist erläutert, dass Wilhelm Tux bereits Abklärungen in diese Richtung unternommen hat. Mehrere Gespräche mit Georg Greve, dem Präsidenten der FSF Europe, ergaben, dass Wilhelm Tux als assoziiertes Mitglied bei der FSF Europe sehr willkommen wäre. Das Verfahren läuft in etwas so ab:
  1. eine Organisation beantragt die assoziierte Mitgliedschaft bei der FSF Europe und wird aufgenommen.
  2. die assoziierte Organisation wählt drei Personen, die dann Mitglieder bei der FSF Europe werden und in deren Entscheidungsgremien mitwirken können. Gleichzeitig werden Mailinglisten und Webseiten für das Land eingerichtet, in dem sich die assoziierte Organisation befindet.
  3. bei genügender Aktivität im Land der assoziierten Organisation kann die FSF Europe dort ein sog. Chapter einrichten, also eine lokale Unterorganisation der FSF Europe.

Was die Namensgebung angeht, so wünscht die FSF Europe nicht, dass sich bereits die assoziierten Organisationen "Free Software Foundation ..." nennen, da diese ja nicht Teil der FSF Europe sind und ihren eigenen Statuten folgen. Es wäre also weder notwendig, eine bestehende Organisation umzubenennen, noch eine neue mit einem bestimmten Namen zu gründen.

Die sich assoziierende Organisation könnte, müsste aber nicht Wilhelm Tux sein. Für Wilhelm Tux spricht folgendes:
  • Wilhelm Tux hat bereits mit der FSF Europe Kontakt aufgenommen, und es bestehen persönliche Kontakte mit Leuten der FSF Europe
  • es wäre aufwändig, einen völlig neuen Verein zu gründen und zu etablieren
  • nachdem die Eidgenossenschaft ihre Open-Source-Strategie definiert hat, braucht Wilhelm Tux sowieso eine Neuausrichtung
  • die anderen Organisationen scheinen diese Rolle nicht einnehmen zu wollen, sondern würden lieber Wilhelm Tux beitreten.

Wilhelm Tux will aber keinesfalls einen anderen Verein (etwa GULL) brüskieren, sondern bei Interesse zusammen in Richtung einer FSF Schweiz hin arbeiten.
4. Weiteres Vorgehen
Sofort (bereits geschehen): Wilhelm Tux abonniert die Teilnehmer des Oltner "Schnipo"-Treffens auf die Mailingliste it-pol@wilhelmtux.ch. Wenn möglich sollten Meldungen an diese Liste englisch formuliert sein, um keine Sprachgruppe zu diskriminieren.

Mai: Der Vorstand von Wilhelm Tux diskutiert eine Statutenrevision. it-pol@wilhelmtux.ch wird entsprechend informiert.

Juni (genauer Termin steht noch nicht fest): Wilhelm Tux führt seine jährliche Generalversammlung durch, an der über die Statutenrevision beschlossen werden kann. Danach werden konkrete Schritte zur Assoziation mit der FSF Europe unternommen.

Protokoll: Sascha Brawer, mit Dank an Dietrich Feist, Patrik Reali, Robert Ribnitz, Mark Schaefer und Alex Schröder für die hilfreichen Kommentare und Ergänzungen.

Siehe auch: http://lists.alphanet.ch/pipermail/gull-org/2004-April/000171.html
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