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"Freedomvote": 10 Fragen über digitale Freiheiten für die Schweizer Parlamentswahl
17.09.2015 [Media@WT, FSFE]

Zu den Eidgenössischen Wahlen am 18. Oktober 2015 startet die Free Software Foundation (FSFE) Schweiz die Kampagne "Freedomvote" in Zusammenarbeit mit der Swiss Open Systems User Group (/ch/open).

Freedomvote bietet allen Interessierten ein Onlineportal, welches die zur Wahl stehenden Kandidaten und deren Meinung zu Netzpolitik, Freie Software und offene Datenformate listet. Wilhelm Tux unterstützt die Initiative.

Die Freedomvote-Kampagne möchte Wählenden eine Entscheidungshilfe über die zur Wahl stehenden Kandidaten bieten. Für viele Wählende ist es heute interessant, was Kandidierende über gewisse Aspekte von Netzpolitik denken, zum Beispiel Freiheit und Nutzerrechte im digitalen Zeitalter. Dennoch versuchen viele Politiker immer noch, derartige Themen zu umgehen. Mit der Freedomvote Kampagne möchte die FSFE Schweiz das ändern und Netzpolitik sowie das Thema Freie Software auf die politische Agenda bringen. Alle Kandidaten sind eingeladen, verschiedene, auch verbraucherrechtlich relevante Fragen zu E-Voting Netzneutralität, Open Data, Offene Dateiformate und Bildungsmaterialien, Freier Software und Verschlüsselung zu beantworten.

Zudem haben die Kandidaten die Möglichkeit, ihr eigene Position mit ihren eigenen Worten durch ein freies Textfeld darzulegen. Diese Antworten und Positionen der Kandidaten können letztlich als Entscheidungshilfe zur Stimmabgabe dienen. Um die besten Übereinstimmungen zu finden, ist es auch möglich, ein eigenes Profil zu erstellen, um die eigenen Antworten direkt mit denen der Kandidierenden zu vergleichen.

Die Fragen, die die Kandidaten beantworten sollen, drehen sich schwerpunktmässig um die Themenbereiche "Freie Software" und "Freie Daten". Andere, derzeit wichtige und heiss diskutierte Themen wie "Vorratsdatenspeicherung" und "Überwachung" werden ebenfalls angesprochen, sind jedoch weniger prominent vertreten.
"KandidatInnen sämtlicher Parteien können sich auf unserer Plattform selbst, durch ihre jeweilige Partei oder uns persönlich erfassen lassen und zu den zehn Fragen Stellung nehmen", erklärt Simon Wächter, Projektkoordinator bei Freedomvote, "damit hoffen wir auf regen Zuspruch seitens der KandidatInnen zu dieser Transparenzinitiative. Je mehr daran teilnehmen, desto besser kann die Kampagne eine Hilfe für Wählende sein."


Neben der Entwicklung und Bereitstellung von Freedomvote durch die FSFE Schweiz und der /ch/open wird die Kampagne von mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt, der Parldigi, der Internet Society Switzerland Chapter, Opendata.ch, Digitale Allmend.
Auch Wilhelm Tux unterstützt die Initiative.
Das gesamte Portal von freedomvote.ch ist eigenständig erstellt und als Freie Software veröffentlicht.
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